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zu wissenswerten, aber nicht mehr brandaktuellen Meldungen.

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Steuer-News (Archiv)

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Einkommensteuer
Abschreibung umgehen durch Investitionsabzugsbetrag 

Auf eine noch weitgehend unbekannte Möglichkeit, mit Hilfe des Investitionsabzugsbetrages (IAB) Steuern zu sparen, weist Robert Chromow im jüngsten akademie.de-Newsletter hin: Hat man für ein "Wirtschaftsgut" vor der Anschaffung einen IAB gebildet, so vermindert sich der für die AfA maßgebliche Anschaffungspreis um diesen IAB. Was bis zu 813,16  € brutto gekostet hat, rutscht auf diese Weise unter die 410-€-Grenze (netto) und kann sofort in voller Höhe als Betriebsausgabe abgezogen werden.


Besonders bei Büromöbeln ist das ärgerlich: Das Geld ist ausgegeben, aber als Betriebsausgabe absetzen darf man es nur kleckerweise im Rahmen der AfA im Verlauf der nächsten 13 Jahre. Denn so lang ist die vorgeschriebene Abschreibungsdauer für Büromöbel, und so lange zahlt man Steuern für Geld, das man gar nicht mehr hat.

Einziger Ausweg: Das Regal oder der Bürostuhl kostet nicht mehr als 410 € netto, inklusive 19% Mehrwertsteuer also 487,90 €, dann gilt es als "Geringwertiges Wirtschaftsgut" (GWG) und kann im Jahr der Anschaffung in voller Höhe als Betriebsausgabe geltend gemacht werden.

Diese Regelung hat zwar maßgeblichen Einfluss auf die Preisgestaltung auf dem Büromöbelmarkt, wo es auffällig viele Angebote zu exakt diesem Preis (oder knapp darunter) gibt. Manche sind aber leider teurer. Mit ein bisschen Planung kann man jedoch aus ihnen auch noch "GWG" machen – solange sie brutto nicht mehr als 813,66 € kosten.

Und das geht so: Im Jahr vor der Anschaffung bildet man dafür einen Investitionsabzugsbetrag. Der darf bis zu 40 Prozent der geplanten Anschaffungskosten betragen und kann schon in diesem Jahr in voller Höhe als Betriebsausgabe geltend gemacht werden. Wenn man das Teil im nächsten Jahr dann kauft, muss man den IAB als fiktive Einnahme verbuchen, kann diesen Betrag nach § 7g EStG jedoch gleich wieder "gewinnmindernd" abziehen. Da sich nach demselben Paragraphen gleichzeitig auch die Anschaffungkosten, die für die AfA bzw. die Einstufung als GWG maßgeblich sind, um diesen Betrag verringern, ist aus dem knapp über 800 Euro teuren Schreibtisch plötzlich ein "geringwertiges Wirtschaftsgut" geworden, dass man zum (reduzierten) Preis in voller Höhe sofort als Betriebsausgabe ansetzen darf.

Also: Wer Anschaffungen im Kostenbereich zwischen 400 und 800 Euro plant, und dafür mindestens ein Jahr zuvor einen Investitionsabzugsbetrag von 40 Prozent des erwarteten Kaufpreises (geht auch als Sammelposten für mehrere Anschaffungen) bildet, kann dadurch die Pflicht zur langfristigen Abschreibung dieser Anschaffungen umgehen.

(28.11.2013)

Verweise zu diesem Artikel:
Der vollständige Beitrag von akademie.de
Der mediafon-Ratgeber zum Investitionsabzugsbetrag
Der mediafon-Ratgeber zu Abschreibungen und "Geringwertigen Wirtschaftsgütern"

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