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Steuer-News (Archiv)

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Einkommensteuer
Vorausgefüllte Steuererklärung hilft auch Selbstständigen 

Auch Selbstständige können sich ab März die Arbeit an der Steuererklärung durch die "Vorausgefüllte Steuererklärung" (VASt) ein wenig erleichtern lassen, indem sie beim Finanzamt bereits gespeicherte Daten automatisch in ihre Steuererklärung übernehmen. Um die Daten abrufen zu können, muss man sich jedoch beim ElsterOnline-Portal registrieren und zum Datenabruf freischalten lassen.


Gehaltszahlungen, Krankenkassenbeiträge, Rentenzahlungen – der Umfang der persönlichen Daten, die bei den Finanzämtern gespeichert werden, hat in den letzten Jahren immer mehr zugenommen. Ab 2017, so steht es im Vertrag der großen Koalition, soll diese Datensammlung über die VASt auch den Steuerpflichtigen zugute kommen.

Diesmal aber war die Finanzverwaltung schneller: Bereits ab sofort, so teilt sie auf www.elster.de mit, können alle Steuerpflichtigen Steuerdaten, die der Finanzverwaltung von Dritten übermittelt wurden, abrufen und automatisch in die eigene (elektronische) Steuererklärung übertragen. Für Selbstständige sind dies zunächst
  • Bescheinigungen über den Bezug von Rentenleistungen,
  • Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung,
  • Vorsorgeaufwendungen aus Riester- und Rürup-Verträgen sowie
  • Lohnsteuerdaten aus eventuellen Nebenjobs.
Dieses Angebot soll in den kommenden Jahren schrittweise um weitere Daten erweitert werden, zum Beispiel um die Daten aus
  • Spendenbescheinigungen sowie
  • Kapitalertragssteuerbescheinigungen.
Außerdem können natürlich schon jetzt auch die "Stammdaten" abgerufen und übernommen werden, nämlich
  • Name, Adresse, Religion und Bankverbindung.
Voraussetzung für den Abruf ist natürlich, dass die betreffenden Daten dem Finanzamt tatsächlich bereits übermittelt wurden. Da aber zum Beispiel Arbeitgeber zur Übermittlung der Lohnsteuerdaten jeweils bis zum 28. Februar des Folgejahres Zeit haben, macht ein Datenabruf für die Steuererklärung 2013 erst ab März 2014 Sinn. Wer seine Steuererklärung für das Jahr 2012 noch nicht gemacht hat, kann die entsprechenden Daten jedoch ab sofort abrufen.

Um die Daten abrufen zu können, muss man sich zunächst auf ElsterOnline registrieren bzw., wenn man sich dort schon für frühere Steuererklärungen registriert hat, zum Belegabruf freischalten lassen. Danach erhält man per Briefpost einen Abrufcode – also sollte man auch für diesen Vorgang einige Tage Luft einplanen.

Bei der Registrierung kann man zwischen drei Sicherheitsstufen wählen; für den Belegabruf reicht – genauso wie für die Übermittlung von Steuererklärungen und -voranmeldungen – die einfachste Stufe ElsterBasis aus, die kostenlos ist und keine besonderen technischen Vorrichtungen erfordert. Hierbei wird lediglich ein Zertifikat als Datei auf dem eigenen Computer gespeichert.

Wer seine Steuerangelegenheiten einer Steuerberaterin übertragen hat, muss sie zum Belegabruf bevollmächtigen. Wer die Steuererklärung mit einem Computerprogramm erstellt, kann den Abruf in der Regel direkt über dieses Programm vornehmen.

(09.01.2014)

Verweise zu diesem Artikel:
Der mediafon-Ratgeber zur elektronischen Steuererklärung
Homepage der Finanzverwaltung zur vorausgefüllten Steuererklärung auf ElsterOnline

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