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Versicherungs-News (Archiv)

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Sozialversicherung
Krankenkassenbeiträge sinken zunächst geringfügig 

Im Neue Jahr werden die Beiträge zur Sozialversicherung für Selbstständige zunächst geringfügig sinken, da die Anpassung der Rechengrößen in der Sozialversicherung für 2015 geringer ausfällt als die zur Jahreswende in Kraft tretende Senkung der Beitragssätze zur gesetzlichen Krankenversicherung. Das geht aus dem Entwurf zur Sozialversicherungsrechengrößenverordnung 2015 hervor, den das Arbeitsministerium am 15. Oktober veröffentlicht hat.


Erstmals seit 2010 sind die durchschnittlichen Löhne und Gehälter in den neuen Bundesländern im Jahre 2013 wieder etwas stärker gestiegen (+2,19 Prozent) als im alten Westen (+1,99 Prozent). So jedenfalls steht es in der "Verordnung über die Sozialversicherungsrechengrößen 2015", die das Bundeskabinett am 15. Oktober beschlossen hat. Diese Verordnung, die nun noch vom Bundesrat abgesegnet werden muss, schreibt jedes Jahr die für die Sozialversicherung maßgeblichen Versicherungspflicht- und Beitragsbemessungsgrenzen fest.

Diese werden für 2015 aus der Einkommensentwicklung des Jahres 2013 errechnet, so dass die Rechengrößen im kommenden Jahr deutlich stärker steigen als das voraussichtliche Durchschnittsentgelt. Dieses nämlich wird für 2015 regierungsamtlich bundesweit mit 34.999 Euro pro Kopf prognostiziert, was gegenüber 2014 (34.857 Euro) einer Steigerung um nominell nur noch 0,41 Prozent entspricht.

Im Einzelnen hat das Bundeskabinett folgende Rechengrößen für 2015 beschlossen:
  • In der Kranken- und Pflegeversicherung steigt die Versicherungspflichtgrenze auf monatlich 4.575 (bisher 4.462,50) €; die Beitragsbemessungsgrenze steigt auf 4.125 (bisher 4.050) €. Beide Werte gelten in Ost und West einheitlich.
  • In der Renten- und Arbeitslosenversicherung steigt die Beitragsbemessungsgrenze im Osten auf 5.200 (bisher 5.000) €, im Westen auf 6.050 (bisher 5.950) €.
  • Die monatliche Bezugsgröße, nach der sich unter anderem die Mindestbeiträge zur Krankenversicherung in Ost und West richten, steigt auf 2.835 (bisher 2.765) €, womit z.B. auch die Einkommensgrenze für die Familienversicherung auf 405 (bisher 395) € im Monat steigt. Dieser Wert gilt auch für die Renten- und Arbeitslosenversicherung in den alten Bundesländern; in den neuen Ländern steigt die Bezugsgröße hier auf 2.415 (bisher 2.345) €.
  • Die Mindestbeiträge zur Krankenversicherung für Selbstständige, die nicht über die KSK versichert sind, liegen beim neuen Beitragssatz von 14,0 Prozent (ohne Krankengeldanspruch), der ab 1.1.2015 gilt, damit bei 297,68 (bisher bei 14,9 Prozent Beitrag 308,99) € für hauptberuflich Selbstständige, bei 198,45 (bisher 205,99) € für Bezieher von Gründungszuschuss und Selbstständige mit Anspruch auf Ermäßigung sowie bei 132,30 (bisher 137,33) € für nebenberuflich Selbstständige. Für einen Anspruch auf Krankengeld ab der sechsten Krankheitswoche werden – ja nach Status – pro Monat zusätzliche 5,67 bis 12,76 € fällig.
  • In der Künstlersozialversicherung liegt der Mindestbeitrag der Versicherten für Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung zusammen dann bei 70,04 (bisher 73,22) €; der Höchstbetrag steigt dagegen von 562,28 auf 571,73 €.


(16.10.2014)

Verweise zu diesem Artikel:
Pressemitteilung des Bundesarbeitsministeriums vom 15.10.2014
Die vollständige Sozialversicherungsrechengrößenverordnung 2015
Der mediafon-Ratgeber zur Sozialversicherung für Selbstständige

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