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zu wissenswerten, aber nicht mehr brandaktuellen Meldungen.

Informationen, die längere Zeit gültig bleiben, finden sich übrigens an anderer Stelle: Sie werden kontinuierlich in unseren Ratgeber mediafon eingepflegt.

Allgemeine News (Archiv)

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Bürokratie
Merkposten zum Jahreswechsel 2015/16 

Zum Jahreswechsel treten einige Gesetzesänderungen in Kraft – und in einigen Fällen kann sich auch der steuerrechtliche Status von Selbstständigen auf Grund der Betriebsergebnisse des vergangenen Jahres ändern. Wer nicht unnötige Nachteile erleiden will, sollte zur Jahreswende also einige Punkte bedenken oder überprüfen. mediafon nennt die wichtigsten zu Steuer- und Versicherungsfragen:


  • Kleinunternehmerstatus entfällt: Wer bisher als Kleinunternehmer von der Umsatzsteuerpflicht befreit ist, jedoch im Jahre 2015 mehr als 17.500 Euro Umsatz (ohne Mehrwertsteuer) gemacht hat, wird ab 1.1.2016 umsatzsteuerpflichtig. Das heißt: Er oder sie muss von da an Umsatzsteuer auf alle Rechnungen aufschlagen – und sie später an das Finanzamt abführen. Achtung: Hierfür gibt es keine Aufforderung durch das Finanzamt – die Umsatzsteuerpflicht muss man selbst feststellen und erfüllen! Mehr dazu unter
    www.mediafon.net/ratgeber_haupttext.php3?id=40e05988bc7a2.
    Und wer merkt, dass ihn das betrifft, sollte auch gleich einen Antrag auf Dauerfristverlängerung stellen:
    www.mediafon.net/ratgeber_detailtext.php3?id=55e1d08b7498b.

  • Umsatzsteuerbefreiung winkt: Umgekehrt ist ab 1.1.2016 automatisch von der Umsatzsteuerpflicht befreit, wer im Jahre 2015 nicht mehr als 17.500 Euro Umsatz (inklusive Mehrwertsteuer!) gemacht hat. Wer bisher umsatzsteuerpflichtig war und nicht innerhalb der letzten fünf Jahre auf die Umsatzsteuerbefreiung für Kleinunternehmer verzichtet hat, braucht dann ab 1.1.2016 keine Umsatzsteuer mehr zu erheben und abzuführen (und auch keine Umsatzsteuervoranmeldung mehr zu machen). Er oder sie kann aber auch auf die Umsatzsteuerbefreiung verzichten, was in vielen Fällen günstiger ist (siehe nächster Spiegelstrich). Mehr dazu steht auf
    www.mediafon.net/ratgeber_haupttext.php3?id=4a46286b2ba10.

  • Freiwilliger Umsatzsteuerwechsel jetzt! Wer mit seinem Umsatz die 17.500-€-Grenze noch nicht geknackt hat, künftig aber trotzdem vom Vorsteuerabzug profitieren möchte, muss dem Finanzamt (formlos) erklären, dass er ab 1.1.2016 nach § 19 Abs. 2 UStG auf die Umsatzsteuerbefreiung für Kleinunternehmer verzichtet. Dieser Wechsel der Besteuerung ist jeweils nur zum 1. Januar möglich – er kann allerdings auch noch später (rückwirkend) erklärt werden. Genaueres steht auf
    www.mediafon.net/ratgeber_einfuehrungstext.php3?id=40e02eba6dd79 und in den unter den beiden letzten Spiegelstrichen verlinkten Kapiteln.

  • Pauschale Vorsteuerermittlung: Wer bisher seine Vorsteuer pauschal ermittelt, im Jahre 2015 aber mehr als 61.356 Euro Umsatz (ohne Mehrwertsteuer!) gemacht hat, darf den pauschalen Vorsteuerabzug künftig nicht mehr anwenden und muss die Vorsteuer aus jedem einzelnen Beleg heraus rechnen. Wer weniger umgesetzt hat, braucht die Entscheidung, ob er dieses meist günstigere Verfahren noch für 2016 nutzen will, erst im Jahre 2017 zu treffen, nämlich bei Abgabe der Umsatzsteuererklärung für 2016 – es sei denn, das Finanzamt fordert vorher zur Normalabrechnung auf. Ausführlicher steht das auf
    www.mediafon.net/ratgeber_haupttext.php3?id=40e05bcea878e.

  • Buchführungspflicht: Die Grenzen für die Buchführungspflicht werden zum 1.1.2016 angehoben. Dann gilt: Wer den Gewinn aus gewerblichen Einkünften bislang per Einnahmeüberschussrechnung ermittelt, im Jahre 2015 jedoch mehr als 60.000 Euro Gewinn oder 600.000 Euro Umsatz gemacht hat, ist ab 2016 zur kaufmännischen Buchführung verpflichtet. Freiberufler sind auch oberhalb dieser Grenze nicht buchführungspflichtig. Anders als bei der Kleinunternehmerregelung braucht man hier aber nicht selbst aktiv zu werden: Erst wenn einen das Finanzamt auf das Vorliegen der Buchführungspflicht hinweist, muss man ab Beginn des dann folgenden Jahres zur doppelten Buchführung übergehen – siehe auch
    www.mediafon.net/ratgeber_haupttext.php3?id=40e18e1085d9d.

  • Höhere Betriebskosten bei viel Hin- und Herfahrerei: Zwar wurde die folgende Regelung rückwirkend bereits zum 1.1.2014 in Kraft gesetzt – da das entsprechende BMF-Schreiben aber erst im Jahre 2015 veröffentlicht wurde, haben einige Selbstständige es vielleicht in ihrer Steuererklärung 2014 noch nicht berücksichtigt und können, falls sie häufig zu verschiedenen Kunden unterwegs sind, nun wenigstens in der kommenden Steuererklärung für 2015 höhere Fahrtkosten als Betriebsausgaben geltend machen. Seit 2014 gilt es nämlich immer als Auswärtstätigkeit, wenn eine Selbstständige außerhalb ihrer Wohnung oder ihrer ersten Betriebsstätte beruflich tätig wird, womit für die entsprechenden Fahrten dann auch die tatsächlichen Fahrtkosten als Betriebsausgaben angesetzt werden können – oder bei Benutzung des privaten Pkw die Fahrtkostenpauschale von 30 Cent pro gefahrenen Kilometer (und nicht nur – wie bei Fahrten zwischen Wohnung und erster Betriebsstätte – die Entfernungspauschale von 30 Cent pro Kilometer der einfachen Entfernung). Wo genau Selbstständige ihre erste Betriebsstätte haben (und ob sie überhaupt eine haben), ist in diesem BMF-Schreiben festgelegt und steht im Einzelnen auf
    www.mediafon.net/meldung_volltext.php3?id=53bea6468d92e&akt=news_steuern.

  • Fahrtenbuch führen: Wer einen Dienstwagen zu weniger als 50 Prozent privat nutzt, hat zur Ermittlung des privaten Nutzungsanteils die Wahl zwischen der Ein-Prozent-Regel und dem Fahrtenbuch. Wer jetzt auf die oft günstigere Fahrtenbuch-Aufzeichnung umsteigen will, muss damit am 1.1.2016 anfangen: Ein Wechsel der Berechnungsmethode ist immer nur zum Jahreswechsel erlaubt. Weitere Komplikationen stehen auf
    www.mediafon.net/ratgeber_detailtext.php3?id=54b7e3eb82645.

  • Degressive Abschreibung: Die Regeln für die "Abschreibung" (Absetzung für Abnutzung – AfA) sind bereits zum dritten Jahreswechsel hinter einander nicht geändert worden. Das heißt: Die degressive Abschreibung bleibt für neu angeschaffte Wirtschaftsgüter weiterhin nicht erlaubt, kann aber für Anschaffungen, die bereits in den Jahren 2009 und 2010 getätigt wurden, weiter angewandt werden. Alle aktuellen Abschreibungsregeln stehen auf
    www.mediafon.net/ratgeber_haupttext.php3?id=40e57c29e7276 und folgende Kapitel.

  • Künftige Investitionsabzugsbeträge erleichtert: Ab dem Jahr 2016 kann man Investitionsabzugsbeträge auch "auf Verdacht" bilden, d.h. man kann innerhalb von drei Jahren bis zu 200.000 € vom Betriebsgewinn steuermindernd als Rücklage für künftige Investitionen deklarieren, ohne angeben zu müssen, wofür man dieses Geld später investieren will. Und man kann – wenn sich das als steuerlich vorteilhaft erweist – so einen Investitionsabzugsbetrag auch "vorzeitig freiwillig rückgängig machen". Details stehen auf
    www.mediafon.net/meldung_volltext.php3?id=566ed7958ca95&akt=news_steuern.

  • Ansparabschreibung auflösen: Wer noch einen Investitionsabzugsbetrag in den Büchern stehen hat, der im Jahre 2012 gebildet wurde, muss ihn bis zum Jahresende 2015 "gewinnerhöhend auflösen", d.h. das dafür vorgesehene Objekt kaufen und den Investitionsabzugsbetrag als Betriebseinnahme verbuchen. Wer das versäumt, muss die Rücklage "rückgängig machen", d.h. für das Jahr 2012 eine korrigierte Steuererklärung (ohne Investitionsabzugsbetrag) abgeben und die sich dadurch ergebenden zusätzlichen Steuern nachzahlen, in der Regel zuzüglich Zinsen. Das gilt genauso auch für Existenzgründer: Die bei der alten Ansparabschreibung für sie bestehenden Sonderregelungen wurden mit Einführung des "Investitionsabzugsbetrags" gestrichen. Und wer jetzt schon weiß, dass er die Bedingungen, die das Gesetz vorgibt, für später gebildete Rücklagen dieser Art nicht einhalten kann, kann die entsprechenden Investitionsabzugsbeträge vom Jahr 2016 auch vorzeitig freiwillig rückgängig machen. Details stehen unter
    www.mediafon.net/meldung_volltext.php3?id=566ed7958ca95&akt=news_steuern.

  • Verluste aus dem Studium jetzt feststellen lassen: Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) befasst sich gerade mit der Frage, ob es mit dem Gleichheitsgrundsatz vereinbar ist, dass Steuerpflichtige die Kosten für ihre Erstausbildung (z.B. das erste Studium) steuerlich nur bis zur Höhe von 6.000 € als Sonderausgaben geltend machen können, oder ob diese Kosten nicht ganz normale Werbungskosten sind, die man per Verlustvortrag in spätere Jahre mitschleppen kann, in denen man sie dann mit einem deutlich höheren Einkommen verrechnen könnte. Sollte die Entscheidung für die Werbungskostenvariante fallen, könnte davon natürlich nur profitieren, wer in seinen Ausbildungsjahren eine Steuererklärung gemacht hat bzw. einen Verlust hat feststellen lassen. Wer das nicht getan hat, sollte das schnell nachholen, um nicht eventuell einen beträchtlichen Steuervorteil zu verspielen. Wer damals nicht verpflichtet war, eine Steuererklärung abzugeben, kann das bis zum 31.12. noch für die Steuerjahre 2011 und folgende nachholen; eine reine Verlustfeststellung kann nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs sogar bis zu sieben Jahre rückwirkend, also noch für das Jahr 2008 beantragt werden. Mehr zu dieser komplizierten Rechtslage steht im mediafon-Ratgeber auf
    www.mediafon.net/ratgeber_detailtext.php3?id=40e9877f716e4.

  • Für vorausgefüllte Steuererklärung registrieren: Wen es nervt, bei der Steuererklärung erst immer wieder zusammensuchen zu müssen, welche Beiträge er im vergangenen Jahr zu den verschiedenen Sozialversicherungen gezahlt hat und wie viele Kapitaleinkünfte sie auf ihren verschiedenen Tagesgeldkonten und Depots hatte, sollte sich dazu vom Finanzamt künftig die vorausgefüllte Steuererklärung besorgen. Da stehen diese Zahlen nämlich alle schon drin, da die Banken und Sozialkassen sie ohnehin dem Finanzamt melden müssen. Wer das möchte, muss sich lediglich für dieses Verfahren registrieren lassen. Wie das geht, steht auf
    www.mediafon.net/meldung_volltext.php3?id=52cea846979b4&akt=news_steuern.

  • Zusatzbeitrag zur Krankenversicherung soll steigen: Den "durchschnittlichen Zusatzbeitrag" zur gesetzlichen Krankenversicherung, der bisher bei 0,9 Prozent liegt, hat die Bundesregierung für das Jahr 2016 auf 1,1 Prozent festgelegt. Das hat für sich genommen noch keine Auswirkungen auf den Beitrag, dient aber als Richtgröße für die einzelnen Krankenkassen, um wie viel sie ihren Zusatzbeitrag (den Arbeitnehmer und KSK-Versicherte allein bezahlen müssen) im neuen Jahr erhöhen sollen. Tun sie das in dieser Höhe, müssen freiwillig versicherte Selbstständige künftig 15,1 (ohne Krankengeldanspruch) bzw. 15,7 Prozent Beitrag (mit Krankengeldanspruch) bezahlen (bisher 14,9 bzw. 15,5 %). Für pflichtversicherte Künstler und Publizistinnen sowie Arbeitnehmerinnen steigt der eigene Beitragsanteil auf 8,4 (bisher 8,2) Prozent. Alles Weitere zum Beitragssystem der gesetzlichen Krankenversicherung steht auf
    www.mediafon.net/ratgeber_haupttext.php3?id=5470bb75d46e4.
    Erhöht eine Krankenkasse ihren Zusatzbeitrag, steht den Versicherten ein Sonderkündigungsrecht zu. Eine "amtliche" Liste der Zusatzbeiträge der einzelnen Krankenkassen findet man beim GKV-Spitzenverband.

  • Neue Rechengrößen zur Sozialversicherung: Alle anderen Beitragssätze der gesetzlichen Sozialversicherung bleiben unverändert. Trotzdem kann sich für die Versicherten im neuen Jahr eine Mehrbelastung ergeben, da die "Rechengrößen", also z.B. Mindestverdienste und Beitragsbemessungsgrenzen, wie üblich angehoben werden. Die neuen Rechengrößen für 2016 stehen hier:
    www.mediafon.net/meldung_volltext.php3?id=565891ecc1ba2&akt=news_versicherungen.

  • VG-Wort-Zuschuss zur Altersvorsorge beantragen! Hauptberuflich freie Journalisten, Übersetzerinnen und Schriftsteller, die in den letzten Jahren Ausschüttungen der VG Wort erhalten und Geld in eine private Altersvorsorge eingezahlt haben, können vom Autorenversorgungswerk einmalig einen Zuschuss von bis zu 7.500 € (höchstens aber 50 Prozent der Ablaufleistung des Vorsorgevertrags) erhalten. Der entsprechende Antrag kann in dem Jahr gestellt werden, in dem die Antragstellerin ihr 50. Lebensjahr beendet; spätestens aber muss sie den Antrag bis zum 31.12. des Jahres stellen, in dem sie das Rentenalter erreicht hat. Wer den Zuschuss bisher also noch nicht beantragt hat und
    • im Jahre 2015 das Rentenalter erreicht hat (das sind alle, die nach September 1949, aber vor September 1950 geboren sind), muss den Antrag noch vor dem 31.12.(2015!) stellen – sonst verfällt der Anspruch;
    • irgendwann zwischen September 1950 und Ende 1965 geboren ist, kann den Antrag schon jetzt jederzeit stellen;
    • im Jahre 1966 geboren ist, kann ihn vom 1.1.2016 an stellen.
    Die genauen Bedingungen stehen im mediafon-Ratgeber auf
    www.mediafon.net/ratgeber_detailtext.php3?id=40e5976c99d7b.

  • Fristen für Riester-Zulagen laufen ab: Auch viele Selbstständige sind "riester-berechtigt". Wer noch im alten Jahr einen Riester-Vertrag abschließt, kommt noch in den Genuss der vollen Zulagen für 2015. Bei älteren Verträgen läuft zum 31.12. die Antragsfrist für die Zulagen für das Jahr 2013 ab. Genaueres steht auf
    www.mediafon.net/meldung_volltext.php3?id=4cf6b8f4c09ce&akt=news_versicherungen.

  • Höheres Elterngeld sichern: Ehepaare, die in nächster Zeit ein Kind bekommen (wollen) und von denen mindestens ein Teil abhängig beschäftigt ist, sollten prüfen, ob es sich lohnt, ihre Lohnsteuerklassen umschreiben zu lassen, um ein höheres Elterngeld zu erhalten. Wann das sinnvoll ist und wie das geht, steht auf
    www.mediafon.net/meldung_volltext.php3?id=501aeb3fbf149&akt=news_steuern.

  • Verjährung offener Rechnungen: Wer noch offene Rechnungen oder andere unbeglichene Forderungen aus dem Jahre 2012 hat, muss noch im alten Jahr ein Mahnverfahren einleiten, Klage einreichen oder eine die Verjährung hemmende Vereinbarung mit dem Schuldner treffen. Sonst verfallen die Forderungen an Silvester. Mehr dazu auf
    www.mediafon.net/meldung_volltext.php3?id=437dc8945cbcd&akt=news_allgemein

  • Alte Belege wegschmeißen: Anfang des Jahres 2016 können alle Buchhaltungsunterlagen und -belege aus dem Jahr 2005 (und älter) weggeschmissen werden. "Sonstige für die Besteuerung bedeutsame Unterlagen" wie Korrespondenz und Ähnliches brauchen nur sechs Jahre lang aufbewahrt zu werden – weggeschmissen werden kann davon also alles, was ein Datum von oder vor 2009 trägt. Die geplante und 2013 bereits einmal angeschobene Verkürzung der Aufbewahrungsfrist auf durchgehend acht und dann sechs Jahre hat die schwarz-rote Koalition inzwischen offenbar vergessen. Daher gilt nach wie vor:
    www.mediafon.net/ratgeber_detailtext.php3?id=40e97a26b7f95.


(01.12.2015)

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