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Allgemeine News (Archiv)

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US-Umfrage zu Arbeitsplattformen zeigt Trends 
Das 'PEW-Research-Center' - eines der größten, unabhängigen Meinungsforschungsinstitute der USA - hat sich die Plattform-Ökonomie im Land angeschaut. Besonderes Augenmerk legt es dabei auf die selbstständige Arbeit in Form von Click- und Crowdwork. Und auch wenn sich die Aussagen nicht 1:1 auf Deutschland übertragen lassen: Die Tendenzen in Sachen 'Selbstständige in der Gig-Ökonomie' sind wahrscheinlich gar nicht so unterschiedlich.

"Arbeit 4.0" ist als Schlagwort in aller Munde, in knapp einer Woche wird das Bundesarbeitsministerium dazu ein Weißbuch vorstellen, dass Chancen und Probleme der Arbeit der Zukunft benennen will. Click- und Crowdwork werden da mit Sicherheit eine Rolle spielen. Mittelfristig wohl nur eine Nebenrolle, die allerdings üblicherweise selbstständig ausgefüllt: Allen aktuellen Untersuchungen zufolge (und davon gibt es noch viel zu wenige) wird in Deutschland die über das Internet vermitttelte oder vollständig internetbasierte Arbeit heute in der Regel selbstständig und weit überwiegend als Zuverdienst ausgeübt. Kein Wunder bei den Bedingungen die (jenseits der IT-Jobs) herrschen: Nicht nur die Honorare und der Anteil kostenloser Arbeit auf sogenannten Wettbewerbs-Plattformen sind kritikwürdig, die intransparenten AGB und Bewertungsalgorithmen der allermeisten Arbeitsvermittlungs-Plattformen stehen ebenfalls in der Kritik.

Die aktuellen Erkenntnisse von PEW-Research zeigen ein ähnliches Bild aus einem Land, in dem diese Form der Arbeit schon weiter verbreitet ist. Und damit nicht nur einen möglichen Trend für Deutschland, sondern zwischen den Zeilen zdem einige Unterschiede zwischen auch hierzulande etablierten (Projekt-)Vermittlungsagenturen und reinen Gigjob-Vermittlungs-Plattformen – bei allen fließenden Grenzen und Übergängen. Demnach nehmen auf Jobvermittlungs-Plattformen in den USA eher junge Personen teil und eher solche, die ein "relativ geringes Haushaltseinkommen" und keine höhere Bildung haben. Weitere zentrale Ergebnisse lauten:
  • Es sind 56% der Nutzenden von Arbeitsplattformen auf die dort erzielten Verdienste angewiesen. Sie sind für 29% sehr wichtig und für 27% wichtig.
  • Knapp ein Viertel sind Studierende, die Mehrheit jedoch hat einen Vollzeitjob (44%) oder Teilzeitjob (24%) und immerhin knapp ein Drittel ist ansonsten erwerbslos.
  • Hauptjobs in der Gig-Ökonomie sind seltender im Bereich der Wissensarbeit angesiedelt, eher bei Tätigkeiten wie Fahrdiensten oder Reinigungsarbeiten.
  • 29% der Plattform-Arbeitenden wurde schon einmal nicht für die geleistete Arbeit bezahlt.
Auch wenn der Text einigermaßen umfangreich ist (gut 30 Seiten, wovon die Hälfte anderen Fragen der Online-Ökonomie gewidmet ist) und natürlich auf Englisch: Interessierte an Clowd und Crowd, Plattform- und Gig-Ökonomie finden in der Umfrage-Auswertung einige spannende Zahlen zur Nutzung und den Verdiensten auf Arbeitsplattformen, deren Bedeutung auch in Deutschland stetig ansteigt.

(20.11.2016)

Verweise zu diesem Artikel:
Vorstellung der PEW-Umfrage auf der Website des Instituts
Die PEW-Auswertung im Volltext (PDF)

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