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Versicherungs-News (Archiv)

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Sozialversicherung 2017
Krankenkassen-Mindestbeitrag steigt um knapp 2,5 Prozent 
Der Mindestbeitrag für Selbstständige, die freiwillig in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sind, steigt ab dem nächsten Jahr (beim durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 1,1 Prozent) um knapp 2,5 Prozent auf dann 336,92 €. Das ergibt sich aus der "Verordnung über maßgebende Rechengrößen der Sozialversicherung für 2016", die der Bundesrat am 25. November gebilligt hat und die damit zum 1. Januar in Kraft tritt.

Der durchschnittliche Lohnzuwachs im Jahr 2015, auf dessen Grundlage die Beiträge für 2017 berechnet werden, betrug laut der neuen Verordnung in ganz Deutschland 2,65 Prozent. Demnach konnten die neuen Länder ihren Rückstand durch einem Zuwachs von 3,91 Prozent (im Vergleich zu 2,46 Prozent in den alten Ländern) erneut geringfügig verringern. Auf Grundlage der neuen Berechnungen wurden im Einzelnen für das Jahr 2017 nunmehr folgende Rechengrößen festgelegt:
  • In der Kranken- und Pflegeversicherung steigt die Versicherungspflichtgrenze auf monatlich 4.800,00 (bisher 4.687,50) €; die Beitragsbemessungsgrenze steigt auf 4.350,00 (bisher 4.237,50) €. Beide Werte gelten in Ost und West einheitlich.
  • In der Renten- und Arbeitslosenversicherung steigt die Beitragsbemessungsgrenze im Osten auf 5.700 (bisher 5.400) €, im Westen auf 6.350 (bisher 6.200) €.
  • Die monatliche Bezugsgröße, nach der sich unter anderem die Mindestbeiträge zur Krankenversicherung in Ost und West richten, steigt auf 2.975 (bisher 2.905) €, womit z.B. auch die Einkommensgrenze für die Familienversicherung auf 425 (bisher 415) € im Monat steigt. Dieser Wert gilt auch für die Renten- und Arbeitslosenversicherung in den alten Bundesländern; in den neuen Ländern steigt diese Bezugsgröße auf 2.660 (bisher 2.520) €.
  • Die Mindestbeiträge zur freiwilligen Krankenversicherung für Selbstständige, berechnen sich auf Grundlage der neuen Mindestbemessungsgrundlage von 2.231,25 €. Sie liegen beim durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 1,1 Prozent im Tarif ohne Krankengeldanspruch (14%) damit bei 336,92 (bisher 328,99) € für hauptberuflich Selbstständige, bei 224,61 (bisher 219,32) € für Bezieher von Gründungszuschuss und Selbstständige mit Anspruch auf Ermäßigung sowie bei 149,74 (bisher 146,22) € für nebenberuflich Selbstständige. Für einen Anspruch auf Krankengeld ab der sechsten Krankheitswoche werden – ja nach Status – pro Monat zusätzlich ca. 6,00 bis 13,50 € fällig.


(01.12.2016)

Verweise zu diesem Artikel:
Pressemitteilung des Kabinetts zur Verordnung
Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2017 im Volltext
Zustimmungsbeschluss des Bundesrats
Der mediafon-Ratgeber zur Sozialversicherung für Selbstständige

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