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Rundfunk-Selbstständige nun öfter lohnsteuerpflichtig?
Prostitution ist ein Gewerbe
Mehrere regelmäßige Einsatzorte - voller Fahrtkostenabzug
Aufbewahrungsfristen jetzt vielleicht kürzer
Alle Gewerbesteuerbescheide ab 2008 vorläufig
Elster bleibt Mac- und Linux-frei
Erneut neue Aufbewahrungsfristen geplant

Steuer-News

"Künstlererlass":
Rundfunk-Selbstständige nun öfter lohnsteuerpflichtig?
Die Oberfinanzdirektion (OFD) Münster verlangt, bei Kreativen genauer hinzuschauen, ob sie steuerrechtlich selbstständig sind. Insbesondere diejenigen, die bei Hörfunk und Fernsehen als "freie Mitarbeiter bezeichnet werden", sind demnach zur Lohnsteuer zu veranlagen, wenn deren Tätigkeit "von vornherein auf Dauer angelegt" ist. - Wo nötig, sei die Anerkennung der Selbstständigkeit zu widerrufen.

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Bndesfinanzhof
Prostitution ist ein Gewerbe
Seit fast einem halben Jahrhundert galt für den Bundesfinanzhof (BFH) Eigenprostitution als unmoralisch. Steuerrechtlich wurde der Tätigkeit damit die Anerkennung als normaler Beruf versagt, jedoch blieben die "sonstigen Einkünfte" Prostituierter auch gewerbesteuerfrei. Nun ist der BFH von seiner Auffassung aus dem Jahr 1964 abgerückt, aus "gewerbsmäßiger Unzucht" könnten keine gewerblichen Einkünfte resultieren.

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Finanzgericht Münster:
Mehrere regelmäßige Einsatzorte - voller Fahrtkostenabzug
Alle häufig wiederkehrenden Fahrten zu verschiedenen Stammkunden sind voll abzugsfähige Reisekosten und keine (nur beschränkt abzugsfähigen) Fahrten zu mehreren regelmäßigen Betriebsstätten. - Das aktuelle Urteil des Finanzgerichts Münster zu einem bis auf weiteres umstrittenen Thema.

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Bundestag
Aufbewahrungsfristen jetzt vielleicht kürzer
Der Bundestag hat das "Gesetz zur Verkürzung der Aufbewahrungsfristen sowie zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften" verabschiedet, mit dem die Aufbewahrungsfrist für Rechnungen und andere geschäftliche Unterlagen von zehn auf acht bzw. sieben Jahre verkürzt werden soll. Ob es wirklich in Kraft tritt, erscheint jedoch fraglich: Beim letzten Anlauf war die Verkürzung vor dem Bundesrat gescheitert.

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Gewerbesteuer
Alle Gewerbesteuerbescheide ab 2008 vorläufig
Sämtliche Gewerbesteuerbescheide für die Jahre ab 2008 ergehen nur noch vorläufig. Das haben die Finanzminister der Länder in gleich lautenden Erlassen vom 25. April verfügt. Anlass sind Klagen vor dem Bundesverfassungsgericht, mit denen geprüft werden soll, ob es mit der Verfassung zu vereinbaren ist, dass seit dem Jahre 2008 die Gewerbesteuer bei der Gewinnermittlung nicht mehr als Betriebsausgabe abgezogen werden darf.

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Elektronische Steuererklärung
Elster bleibt Mac- und Linux-frei
Die Finanzbehörden haben nicht die Absicht, aktuell oder in Zukunft spezielle Versionen ihrer kostenlosen Steuererklärungssoftware "ElsterFormular" für die Betriebssysteme Mac-OS und Linux bereit zu stellen. Die Software werde weiterhin ausschließlich für Windows entwickelt, teilte das federführende Bayerische Landesamt für Steuern im März auf www.elster.de mit. Die online nutzbare Browser-Version ElsterOnline sei dagegen auch mit Mac- und Linux-Rechnern zu nutzen, demnächst auch ohne Java.

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Steuerrecht:
Erneut neue Aufbewahrungsfristen geplant
Das Bundeskabinett hat am 10. April eine "Formulierungshilfe" für einen Gesetzentwurf verabschiedet, mit dem unter anderem die Aufbewahrungsfristen für Steuerunterlagen von zehn auf acht Jahre (rückwirkend) für 2013 und auf sieben Jahre ab 2015 verkürzt werden soll.

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