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Statusfragen
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Status Arbeitnehmer
Status selbstständig
  
Gewerbe oder freier Beruf?
Abgrenzungskriterien
Grenzfälle
Sonderproblem Handwerk
  
Freiberufler: Vorsicht bei gewerblicher Nebentätigkeit!
  
Wer entscheidet – mit welchen Konsequenzen?
  
Gewerbliche Tätigkeit
  
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Haupt- und Nebenberuf
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Diverse Alltagsfragen
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Sozialversicherung
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Anhang

Gewerbe oder freier Beruf?

Die zweite entscheidende Frage für den Status von Selbstständigen lautet: Bin ich Gewerbetreibender oder Freiberuflerin? Von der Antwort auf diese Frage hängt es ab, ob ich

  • ein Gewerbe anmelden muss,
  • gewerbesteuerpflichtig bin,
  • Pflichtmitglied in der IHK werden muss,
  • mich ins Handelsregister eintragen lassen muss und
  • zur doppelten Buchführung verpflichtet bin.

Der Freiberuflerstatus bringt eine Reihe von Vorteilen mit sich, so dass er gerade für kleine Selbstständige mit geringen Umsätzen günstig sein kann. Die Entscheidung trifft das Finanzamt: Wer nicht als Freiberufler anerkannt wird, ist automatisch gewerbetreibend.

Grob über den Daumen kann man sagen: Selbstständige Künstler, Publizistinnen und Lehrkräfte sowie Selbstständige in sozialen und Gesundheitsberufen sind fast ausnahmslos Freiberufler; Selbstständige im Bereich IT und Internet sind mit nur wenigen Ausnahmen Gewerbetreibende.

Die grundlegende Definition ist natürlich etwas genauer und steht im § 18 Einkommensteuergesetz. Dort sind aus dem Kreis, an die sich dieser Ratgeber wendet, als eindeutig freiberuflich alle definiert alle selbstständigen

  • Ärzte, Heilpraktiker, Krankengymnasten
  • Ingenieure,
  • Journalisten, Bildberichterstatter,
  • Dolmetscher, Übersetzer
  • und ähnlichen Berufe.
sowie alle die, die eine

  • wissenschaftliche,
  • künstlerische,
  • schriftstellerische,
  • unterrichtende oder
  • erzieherische Tätigkeit

selbstständig ausüben.

Eindeutig gewerblich sind in Abgrenzung dazu

  • jeglicher Handel – egal ob mit Kunst, Lehrgangsskripten, Computerteilen, Software oder Eis am Stiel,
  • jegliche Produktion – egal ob von Büchern, CD-ROM, Hardware oder Kunsthandwerk,
  • jegliches Handwerk (siehe dazu aber das Kapitel "Sonderproblem Handwerk").
  • alle Beratungstätigkeiten, die keine Hochschulausbildung erfordern, wie Web-Consulter und PR-Berater,
  • alle Vermittlungstätigkeiten, also z.B. von Maklerbüros, Mitfahrzentralen, Künstler-, Literatur-, Fotoagenturen, Contentprovidern, Jobbörsen, Presseagenturen im ursprünglichen Sinne und Preisagenturen,
  • alle Verwerter urheberrechtlich geschützter Leistungen wie Galerien, Verlage, Eventmanager sowie Theater- und Musikveranstalter.

Bei Gesellschaften spielt auch die Gesellschaftsform eine Rolle:

  • Eine Partnerschaftsgesellschaft ist immer freiberuflich – da sie nur von Freiberuflern gegründet werden kann.
  • Eine GbR gilt dann als freiberuflich, wenn sie aus lauter Freiberuflern besteht; schon wenn ein einziges Mitglied im Rahmen der GbR gewerblich tätig wird, wird die gesamte GbR gewerblich.
  • Eine GmbH ist per Definition gewerblich – auch wenn sie als "Freiberufler-GmbH" gegründet wurde.


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